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Es ist Advent! Die Herbstblätter sind bereits von den Bäumen gefallen und die Sonntage des Gedenkens im November sind vorüber. Die Weihnachtsbäckerei hat begonnen und in den Fenstern vieler Häuser und Wohnungen flackern Kerzen und schenken ein warmes Licht. Diesmal will ich mich nicht anstecken lassen von der vorweihnachtlichen Betriebsamkeit, ich will Zeit haben zu warten. Ganz bewusst möchte ich mich von Adventssonntag zu Adventssonntag bewegen, die verheißungsvollen Texte der Bibel lesen und wirklich erleben, was es heißt, auf die Ankunft Jesu Christi zu warten. Warten? Wir haben es anscheinend verlernt. An das Weihnachtsgebäck in den Supermarktregalen ab Ende September habe ich mich inzwischen gewöhnt. Es kümmert mich nicht mehr. Ich gehe vorbei und esse meine Lebkuchen erst im Dezember. Doch die alljährlichen Überlegungen die Weihnachtsmärkte vielleicht doch etwas früher beginnen zu lassen als letztes Jahr lassen mich nicht gleichgültig. Bin ich vielleicht zu engstirnig, weil ich mich an Weihnachtsmärkten Mitte November störe? Ist es nicht einfach unserer schnelllebigen Zeit geschuldet und für den Umsatz in der Weihnachtsbranche unabdingbar, Advent schon einige Wochen vorher zu feiern? Die Umfrage einer großen Berliner Tageszeitung, in der sich 94,5% der Leserinnen und Leser gegen den verfrühten Beginn der Weihnachtsmärkte aussprachen, macht mir da Mut: Menschen haben also doch einen Sinn für den Lauf eines Jahres – auch eines Kirchenjahres. Denn erst der Ewigkeitssonntag beendet das Kirchenjahr und erst der Erste Advent lässt ein neues beginnen - und läutet zugleich die Zeit des Wartens ein; des Wartens auf die Ankunft Gottes hier auf Erden. Und dieses Warten auf Weihnachten ist etwas, wofür es sich zu warten lohnt. Doch um das Wunder der Geburt Christi erfahren zu können, braucht man Zeit. Um die Bedeutung dieses Wunders für sich selbst zu erkennen, braucht man manchmal ein ganzes Leben. Weihnachten will eben „erlebt“ werden – ganz in Ruhe. Denn die Geburt Jesu ist Gottes Geschenk an uns Menschen. So wie wir am Heiligabend unsere liebevoll verpackten Geschenke voller Vorfreude und Erwartung auswickeln, so können wir versuchen, die Wochen der Adventszeit ebenso zu leben: als Zeit der gespannten Vorfreude und Erwartung auf das schönste aller Geschenke, das Gott uns gemacht hat. Ich wünsche Ihnen inmitten des vorweihnachtlichen Trubels immer wieder Zeiten der Ruhe und des bewussten Wartens, damit wir für das Kommen Jesu Christi an Weihnachten, dieses Wunder, vorbereitet sind. Ihnen eine gesegnete und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit Ihr Pfarrer Günter Daum  


Am Donnerstag, 9. Februar 2012 findet um 19 Uhr im Pimmlerhaus der Mitarbeiter-Jahresbeginn statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor.  



So wie auf dem Titel unseres Monatsbriefes für Dezember werden wir das eindrucksvolle Deckengemälde über dem Altar unserer Michaelskirche erst wieder im Sommer nächsten Jahres sehen können. Das Weihnachtsbild ist beim Weihnachtsfest dies Jahr nicht sichtbar; es ist von einem gewaltigen  Gerüst umstellt und wird restauriert. Die Kirchentüren sind verschlossen. Insofern kann man den Monats-spruch für Dezember auch ganz wörtlich nehmen: „Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen …“. Die Fortsetzung dieses Wortes will uns trösten: „… doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.“ Natürlich erwarten wir, dass wir  nach der Kirchenrenovierung bald wieder „da-heim“ an der gewohnten Stelle unsere Gottesdienste feiern dürfen, viel eher, als es zu Jesajas Zeiten dem Volk Israel in seinem Exil fern von Jerusalem vergönnt war.  Und sicher werden wir uns nach Rückkehr im  neu glänzenden St. Michael  schnell wieder daheim fühlen. Aber wir sollen doch beachten, dass die Zwischenzeit in St. Stephan  und im Pimmlerhaus auch nicht „Gott-los“ ist. Vielmehr gilt: Wo zwei oder drei in seinem Namen beisammen sind, da ist Christus selbst mitten unter ihnen. Das liegt an Weihnachten. Da betritt Gott unsere Welt ganz neu. Er will seine Gegenwart nicht länger auf Tempel und große Opferrituale an so genannten „Heiligen Orten“ beschränkt wissen. Er will sich vielmehr bei den Menschen „draußen vor der Tür“ zeigen. In einem Kind „kommt er zur Welt“. Und dieses Kind Jesus Christus verkörpert von nun an Got-tes ganze Gegenwart. Wer Christus annimmt, der lebt stets im Kraftfeld Gottes. Der  berühmte damalige Bayreuther Hofmaler Wilhelm Ernst Wunder, der auch die Eremitage ausgestaltet hat, wurde vom Markgrafen Alexander um 1780 eingeladen, die von der Brandkatastrophe wieder auferstandene Michaelskirche mit einem seltenen Weihnachtsbild auszugestalten. Die Kirche wird im Hintergrund angedeutet, sie ist noch nicht ganz fertig. So wird Christus „draußen vor der Tür“ geboren, zur Freude der Gottesfernen. So ist Gott. Wenn Menschen sich verlassen fühlen, kommt er zu ihnen. Er ist nicht auf bestimmte Räume angewiesen. Er will ihren Alltag mit ihnen teilen.



Eine neue Lösung für die Deckenverputzung
Wie bereits im letzten Gemeindebrief berichtet, bereitete uns die rote Gewölbedecke im Inneren der Kirche großes Kopfzerbrechen. Um Risse zukünftig zu vermeiden, wurde eine Lösung mit der Anbrin-gung von sogenanntem Japanpapier angedacht. Allerdings hätte das bei einer späteren, neuen Renovierung zur Folge, dass der komplette Putz daran „kleben“ bliebe und so erneu-ert werden müsste – was aus denk-malpflegerischen – und Kostengrün-den höchst bedenklich wäre. Die beauftragte Firma Ehmann aus Fürth konnte jedoch überraschenderweise eine neue Lösung anbieten: Mit Hilfe eines besonderen Vliesma-terials und einer darüber aufzubau-enden „Kalkglätte“ könnten sowohl allzu frühe Risse als auch massive Probleme bei einer späteren Restauration ausbleiben. Wir haben uns – immer in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt und dessen verantwortlichen Architekten Herrn Tremer – für diese Lösung entschieden. Soweit es das Klima zulässt, soll auch den Winter hindurch weitergearbeitet werden. Eine Wie-der-Einwei-hung vor den Sommerferien 2012 ist uns fest zugesagt! 
 Ihr Pfarrer Elmar Croner

Einen besonderen Beitrag zur Unterstützung Kirchenrenovierung haben  sich die drei kirchenmusikalischen Gruppen der Gemeinde unter Federführung der Kantorei ausgedacht. Auf ihrer in der Stephanskirche aufgenommenen Musik-CD „Eine musikalische Zeitreise aus Weidenberg“ geben sie einen aktuellen Querschnitt ihres Könnens. In einem musikalischen Gottesdienst am Dritten Advent präsentieren die Kantorei, die Band Crosslight und der Posaunenchor unter Verzicht auf die übliche Liturgie jeweils einige Stücke aus dieser neuen CD. Die CD eignet sich sehr gut als individuelles Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde; für jeden Geschmack ist etwas dabei.  Man kann sie bereits beim Andreasmarkt, aber auch in den Gottesdiensten oder im Pfarramt zum Preis von nur 12 € erwerben



Das evangelische Marterl am Lessauer Berg - ein Zeugenstein
im Kirchenkampf

Georg Redenbacher war der Ideengeber für Margarethe Schillings Evang. Marterl an der Bocksleite. Nach dem Zeugnis seiner Hörer war er ein eindrucksvoller hinreißender Prediger, bei dem keiner unter der Kanzel schlief. Die Kirche war stets gut gefüllt. Alle, auch die Kinder, die damals in der Regel den Kirchgang der Erwachsenen begleiteten, spitzten aufmerksam die Ohren. Redenbachers Sprache war stets deutlich und auf das tägliche Leben bezogen. Diese Deutlichkeit nahm bei Redenbacher in den Jahren der Hitlerdiktatur zu. Denn mit dem Jahr 1933, in dem Hitler und seine NSDAP die Macht übernahmen, kamen allerhand Gesellen empor, die von einer Neuschaffung des Menschen aus dem Geist des Nationalsozialismus schwärmten; sie durchdrangen als Hitlers Helfer rasch alle Lebensbereiche und bemächtigten sich rigoros aller Mitbürger, die diesen Kurs nicht wollten. Eine Sekte bildete sich, um als trojanisches Pferd der Nazis auch das Bollwerk der Evan-gelischen Kirche zu überwinden und sie als Staatskirche dem Reich „gleich-zuschalten“, die sg. „Deutschen Christen“ (DC).  Sie sahen in Adolf Hitler den Erlöser Deutschlands und himmelten ihn als den Retter Deutschlands und als religiöse Führergestalt an. Die Bibel wollten sie von allen „ungermanischen orientalischen Einflüssen“ reinigen und einen „ger-manischen“ Jesus verkündigen. Anfangs war Redenbacher, wie viele seiner Kollegen auch, noch unsicher; denn der Kirche gegenüber hatten die Nazis zunächst Kreide gefressen und spielten den Wolf im Schafspelz; unter dem nebulösen Begriff „posi-tives Christentum“ gab sich Hitler als Hüter und fürsorglicher Schirmherr der evangelischen Kirchen und erstrebte angeblich nur die Nachfolge des ehemaligen landesherrlichen Kirchenregiments. Doch nachdem Redenbacher schon bald die Menschen- und Gottesfeindlichkeit des Nationalsozialismus und auch ihren totalen Zugriff auf den Glauben erkannt hatte, wurde ihm der Gottesdienst und die Kanzel zum Mittel, um seine Gemeinde durch diese Zeit der Anfechtung und des Kirchenstreites zu führen. Der Grat, auf dem man damals als Pfarrer balancieren musste, um nicht den Gegnern bei den Nazis zum Opfer zu fallen, wurde freilich mit den Jahren immer schmaler; das erlebte die Kirche am Beispiel von Redenbachers Nachbarkollegen aus Warmensteinach und Emtmannsberg schmerzhaft. Pfarrer Wolfgang Niederstraßer kam wegen „Schwerer Verstöße gegen den Kanzelparagrafen und das Heimtückegesetz“ vors Kriegsgericht und von dort nach Dachau und konnte dem Tod bei Kriegsende nur knapp entrinnen. Pfarrer Walter Seiler entkam dem Nazi-Sondergericht nur durch die Einberufung zum Militär, verlor aber dort sein Leben. Den Weidenbergern hatte die Lei-tung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ein besonderes Kuckucksei ins Nest gelegt. Naiv, wie der Landeskirchenrat in den Anfangsjahren des „Dritten Reiches“ noch war, hatte er in einem Hopplahopp-Verfahren im Herbst des Jahres 1933 einen Pfarrer namens Theodor Hoffmann (Bild unten) auf die unbesetzte erste Weidenberger Pfarrstelle berufen. Durch diese Versetzung von seiner Gemeinde Augsburg-Haunstetten ins ungeliebte Oberfranken sollte er disziplinar bestraft werden: Als Angehöriger der damals gerade aufkommenden Freikörperkultur war er wegen Nacktbadens in der Iller von einem Gemeindeglied angezeigt worden; das Disziplinarverfahren vor dem Landeskirchenrat endete zwar mit einem überzeugenden Freispruch, doch „mit „Rücksicht auf die Gemeinde“, weil man das Sittlichkeitsgerede fürchtete und weitere Anzeigen unterlaufen wollte, versetzte man ihn gegen seinen Willen ins ferne Weidenberg, was Hoffmann sehr erboste, weil er es als unzutreffendes Eingeständnis von Schuld empfand . Die Kirche ahnte nicht, welchen fana-tischen Widerstandsgeist sie in die-sem Augenblick in dem pietistisch geprägten und in Arbeitergemeinden bewährten Mann entzündete, der sich durch seine Vorgesetzten und diese Versetzung gründlich missverstanden und gedemütigt fühlte.   n   j.t .— (Fortsetzung folgt)  





Pfarrer Christoph v. Knobelsdorff  hatte im Winter eine dreimonatige Pfarrstellenvertretung in Kenia/Afrika übernommen und erzählt von seinen Eindrücken; seine Frau Renate wird uns über Fortschritte in der medizinischen Versorgung berichten. Im Anschluss wird wieder eine Tombola ausgespielt. Dafür wird jetzt schon herzlich um Spenden gebeten. Der Erlös ist wieder für die Medizinische Notversorgung in Tansania MNT bestimmt. Mit ihrer Aktion MNT unterstützen die Dekanate Bayreuth und Bad Berneck seit vielen Jahren Im Norden Tasanias zwei Krankenhäuser. Sie werden von der Evang.-Luth. Kirche in Tansania betreut. Sie liegen in einer sehr einsamen Gegend auf dem Lande. In Machame, einem Haus mit 150 Betten kommen z.B. die Patienten aus einer Entfernung bis zu 400 Kilometern – und das bei völlig unzureichenden Straßenverhältnissen. Ähnlich sieht es beim zweiten Krankenhaus in Karatu am Rande der Massai-Steppe aus. Die Aufgabe, die sich die Gemeinden unserer beiden Dekanate gestellt haben, ist es, die Versorgung mit Medikamenten zu fördern. Pro Jahr werden vier größere Sendungen versandt, hauptsächlich Antibiotika, Malariamittel, Verbandsmaterial und Impfstoffe. Jede Lieferung hat einen Wert von etwa 15.000 Euro. Einen Teil unseres Beitrages für MNT erwirtschaften wir durch unsere Tombola für das  Missionsfest. Wir freuen uns wie immer über attraktive Gaben. Geeignete Geschenkartikel können Sie im Pfarramt oder bei folgenden Abgabestellen hereingeben: Weidenberg: Familie Schwenk, Wai-zenreuther Str. 12; Fischbach: Linda Potzel; Görschnitz: Familie Steininger; Heßlach: Käthe Freiberg; Fenkensees: Familie Hochgesang; Waizenreuth: Gretl Lochmüller; Mengersreuth: Paul Zapf Lessau: Familie Haug; Döberschütz: Familie Ströbel. — Am 5. Januar können von 13 - 14 Uhr auch im Pimmlerhaus Gaben ab­gegeben werden.


Spendenbitte für unser Dekanatsprojekt 2011/12  

Faire Bodenverteilung für Landlose  


Auf immer mehr fruchtbarem Bo-den werden inzwischen auch bei uns Pflanzen wie Raps und Mais zur Energiegewinnung angebaut.  Darüber hinaus beanspruchen Futtermittel für die Fleischproduktion der Industrieländer inzwischen ein Drittel der weltweiten Ackerfläche. Ausländische Kon-zerne und Regierungen kaufen oder pachten riesige Ländereien in den Entwicklungsländern, um darauf Energiepflanzen, wie Getreide, Zuckerrohr oder Ölpalmen anzubauen. Dadurch verteuern sich die Grundnahrungsmittel, worunter vor allem die Ärme-ren leiden. Für den Abbau von Bodenschätzen wird die einheimische Bevölkerung vertrieben und Wasser und des Boden verschmutzt. Mit seinen Partnern im Süden unterstützt „Brot für die Welt“ indigene Völker, Kleinbauernfamilien, Landlose und Nomaden in ihrem Kampf gegen illegale Landnahme und Vertreibung und für eine faire Verteilung des Bodens. Zugleich lernen die Men-schen, mit umweltfreundlichen und standortgerechten Methoden nachhaltig hohe Erträge zu erzielen. Für das letztjährige Projekt „Bukina Faso—Überleben im Klimawandel“ haben die Evang. Gemeindeglieder Weidenbergs  4.190,30 € gespendet. Vielen herzlichen Dank dafür! Bitte unterstützen Sie uns auch in diesem Jahr mit Ihrer Spende! Sie können die Tüte im Gottesdienst abgeben, aber Ihre Spende auch überweisen. (Online-Spende z.B. unter: www.brot-fuer-die-welt.de/bayern)

Jahreslosung 2012



Die „Jahreslosung“ — nicht ausgelost, sondern Frucht einer demokratischen ökumenischen Entscheidung Seit genau 281 Jahren gibt es die beliebten Tageslosungen aus dem Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine,  ausgeloste Bibelwort aus dem Alten, ergänzt mit einem passenden Wort aus dem Neuen Testament und einem Gebet. — Doch woher kommt die Jahreslosung? Sie ist, wie auch die Monatslosung, eine Antwort der bekennenden Kirche  auf Hitlers Nationalsozialismus, dessen Paro-len ganz bewusst Gottes Wort entgegen gehalten werden sollte. Die erste Jahreslosung 1934 spricht eine klare Sprache: „Herrn Wort aber bleibet in Ewigkeit" aus 1. Petr. 1, 25; diese Losung wurde damals vom „Textplanungsaus-schuss für Bibellese“ ausgewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten diesem Ausschuss auch die großen Evangelischen und Katholischen Bibelwerke und weitere Verbände bei. Sie bilden heute die „Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ ÖAB. Vorschläge werden drei Jahre im voraus im Plenum eingebracht, von allen Mitgliedern diskutiert und mit absoluter Mehrheit ausgewählt.      

Nicht nur Sportsleute wie Sebastian Deisler oder Ralf Ragnick bekennen sich inzwischen offen zu ihren Depressionen und Burnout-Syndromen. Und die langjährige Spielführerin der Nationalmannschaft im Damenfußball, Birgit Prinz, meinte: „Rangnick wird aus der Phase eher gestärkt hervorgehen. So eine Erfahrung, auch wenn es nicht unbedingt eine gute ist, lässt einen Menschen auf jeden Fall so reifen, dass es auch einer Mannschaft helfen würde.“ Der Apostel Paulus lässt sich in seiner vergleichbaren Krise, die ihn „wie ein Pfahl im Fleisch“ peinigt, durch ein persönliches Wort Jesu trösten: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“. In beiden Fällen geht es darum, dass wir gesundheitlichen und seelischen Krisen  mit weniger Angst begegnen. Unser Körper, unsere Seele sendet Signale aus, denen wir mehr Beachtung schenken und für die wir Hilfe suchen sollen. Wir sollen diese Hilfe aber nicht nur von Tabletten oder Psychiatern erwarten. Der Mensch soll vielmehr den Mut haben, sich der Quelle allen Lebens zu öffnen. Denn die Lebenskraft, die den kleinen Keim sprießen lässt, kommt nicht aus uns selbst, sondern aus Gott. Sie will uns neues Wachstum schenken. So bergen Krisen  Chancen zur Reifung. 


Nicht nur die Freunde der Brassmusik werden beim Auftritt des Evang. Posaunenchores auf der Rathaus-treppe beim historischen Weidenberger Andreasmarkt heuer  wieder auf ihre Kosten kommen; sie hören Adventsmusik in klassischen und modernen Interpretationen. Auch die Kantorei und die Sacro-Pop-Band „Crosslight“ sind indirekt zugegen, nämlich in Gestalt von spannender Musik auf der neuen CD zugunsten der  Kirchenrenovierung. So wird es auch einen Extra-Stand der Kirchengemeinde geben, an dem  neben dieser CD auch andere Geschenkartikel für die Renovierung der Michaelskirche angeboten werden: Kerzen, Kreuze, geistliches Schrifttum, Andachtskalender, Jahreslosungen … Auch die Diakonie wird wieder mit einem Stand vertreten sein. Wie es sich gehört, gibt es dort natürlich Wohltaten für Leib und Seele.  

Die biblischen Bezugspunkte zum Motto Gier Macht Kr!eg sind: Sprüche 14, 34 „Gerech-tigkeit erhöht ein Volk, die Sünde ist der Völker Verderben“, und Lukas 12, 16-30 (das Beispiel von der falschen Selbstsicherheit des reichen Mannes). Seit Anfang der 1980-er Jahre findet die Ökumenische Friedensdekade regelmäßig im November während der 10 Tage vor dem Buß– und Bettag statt. Sie bietet Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen und Friedensinitiativen eine Gelegenheit, aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu bedenken und zur Diskussion zu stellen. Folgende Veranstaltung bieten wir in Wei-denberg im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade an:  


Auch in diesem Jahr findet wieder unser Adventsnachmittag statt. Am Donnerstag, 15. Dezember von 14:30—16:30 möchten wir die ganze Gemeinde herzlich dazu einladen. Mit Jung und Alt wollen wir eine besinnliche Adventsstunde begehen. Für die musikalische Gestaltung hat unser Lehrer Karl Mehl zugesagt.  


Das Projekt unseres Posaunenchores für einen musikalischen und ökume-nischen Neujahrssegen hat viel Zustimmung gefunden. Ziel ist, irgendwann einmal alle 37 Orte des Weidenberger Kirchspiels mit diesem Segen zu erreichen, das wäre bei dem bisherigen Tempo in schlaffen 19 Jahren  zu erreichen. Am Sonntag 1. Januar, sind heuer Kirmsees und Görschnitz die Ziele. Leider ließ sich die Uhrzeit nicht mit dem traditionellen Neujahrsgottesdienst um 11 Uhr im Pimmlerhaus synchronisieren, den Pfarrer Dr. H. G. Koch einmal mehr mit seiner fränkischen Predigt bereichert. So musizieren die Bläser zunächst um 10:45 Uhr in Kirmsees. Ortsbürger und der Gemeinderat mit Bürgermeister Wagner laden zu Glühwein und einem kleinen Neujahrsempfang im Freien ein. Um 11:30 Uhr geht es dann zum Neujahrssegen nach Görschnitz. Bei der Segensspendung wirken die  Pfarrer der Altkathol., der Röm.-Kath. und der Evang.-Luth. Kirche zusammen.


Sie suchen ein passendes Weihnachtsgeschenk und wollen
zugleich etwas für die  Renovierung der St. Michaelskirche tun?
 


Als Beitrag zugunsten der Reno-vierung der St. Michaelskirche bringt die Kantorei Weidenberg (Bild unten) ihre in der St. Stephanskirche aufgenommene Musik-CD „Eine musikalische Zeitreise aus Weidenberg“ heraus. Die musikalischen Gruppen unserer Kirchengemeinde zeigen einen Querschnitt ihres Könnens.  Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Kantorei präsentiert Vokalmusik aus vier Jahrhunderten. Der Posaunenchor stellt fetzige, aber auch besinnliche Bläsermusik und Werke für Posaune und Alphorn mit Orgel vor. Und „crosslight“ bringt natürlich moderne geistli-che Lieder mit Bandbegleitung .   Die CD gibt es ab Ersten Advent an zahlreichen Verkaufsstellen: Beim Andreasmarkt, in allen Gottesdiensten in der Adventszeit, im evang. Pfarramt ... Die CD wird nur 12,- Euro kosten. Der Reinerlös kommt der Kirchenrenovierung zugute.


In der Röm.-Kath. St. Michaelskirche in Rosenhammer findet am Sonntag, dem 29. Jan., um 17 Uhr, der gemeinsame Gottesdienst im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2012 statt. Er steht unter dem Motto aus dem 1. Ko-rintherbrief  „Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus“.  

Über alle Grenzen hinweg verbin-det die „Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen“ Konfessionen und Kulturen. Der Entwurf für den Gottesdienst und die Abende der Gebetswoche 2012 wur-de von einer ökumenischen Arbeitsgruppe aus Polen vorbereitet. Der Weidenberger Gottesdienst wird am Ende der Gebetswoche in der Röm.-Kath. Kirche in Rosenhammer gefeiert. Die Pfarrer Günter Daum, Reinhard Forster und Ulrich Piesche leiten die Liturgie.  Als evang. Beitrag hält Pfr. Daum die Predigt; bei den Lesungen und Fürbitten wirken Kirchenvorsteher mit. Die Ökumenische Kollekte 2012 ist für Arbeits– und Friedens-Projekte für Kinder und Jugendliche in Brasilien, Albanien und das Ökumen. Institut in Genf bestimmt. Anschließend sind alle zu einem Beisammensein im Pfarrheim einge-laden.


Aus dem  Evangelium zum ersten Sonntag
nach Epiphanias Matthäus3, 13-17
 

Schon länger stellen wir Euch Texte aus der „Volxbibel“ vor. Dieses Taschenbuch will eine Bibelübertragung in der Alltagssprache junger Leute sein. Manches klingt ein bisschen frech für heilige Worte. Doch wir sollen dadurch auf neue Gedanken über Gott und die Menschen kommen. Schaffen das diese Texte? Sagt mir Eure Meinung. Thema am ersten Sonntag nach Epiphanias ist Jesus und seine Taufe. Er war damals kein Baby mehr, er war erwachsen. Als er zu seinem Freund Johannes  kam und in das Wasser des Jordan stieg, da hatte er nur eines im Sinn: Er wollte ganz für Gott da sein. Hört, was Johannes und was Gott dazu sagen.  

Gott steht zu seinem Sohn 13 Auch Jesus ging aus seiner Heimat in Galiläa zum Fluss Jordan, weil er sich von Johannes taufen lassen wollte. 14 Aber Johannes hatte da zuerst überhaupt keinen Bock drauf: „Es müsste eigentlich umgekehrt laufen, Jesus, ich müsste von dir getauft werden!", sagte er zu ihm. 15 Aber Jesus meinte nur: „Es ist okay, so wie es ist. Wir müssen das tun, was Gott gut findet." Also wurde auch Jesus von Johannes getauft. 16 Als er Jesus dann untertauchte und der wieder aus dem Wasser rauskam, öffnete sich plötzlich die Wolkendecke über ihnen, und man sah, wie der Geist von Gott in Form einer weißen Taube runtersegelte und auf ihm landete.17 Zur gleichen Zeit hörte man eine Stimme aus dem Off, die direkt aus dem Himmel kam, die sagte: „Dies ist mein Sohn, den Ich wahnsinnig liebe, ich freue mich tierisch über ihn, er ist der Auserwählte!"  




Ich muss schon sagen, es nervt mich langsam;  die St. Michaelskir-che ist immer noch eine Großbaustelle; nichts ist mehr los dort oben, außer entsetzlichem Baulärm. Und die St. Stephanskirche? Die ist ein bisschen weit weg für mich, da macht sich mein Herrchen Sorgen. Schade, denn dort werden ja dieses Mal die Weihnachtsgottesdienste stattfinden. Manche denken vielleicht, Weihnachten und Friedhofskirche, Freude und Trauer – das passt nicht recht zusammen. Doch das sehe ich anders. Ist an Weihnachten nicht der geboren, von dem man sagt, er habe den Tod überwunden? Weihnachten tröstet Traurige. Mit Christus hat Gott gezeigt, dass sich nach dem Tod neue Türen für uns öffnen. Wie das vor sich geht, würde ich gerne erfahren; aber man kann halt nicht alles wissen, zumindest nicht im Voraus  ... So bin ich mir sicher, dass am Heiligen Abend unsere St. Stephans-kirche so voll sein wird, dass nicht einmal eine Kirchenmaus mehr hineinpasst. Und das ist auch schön so. Ich wünsche euch allen ein frohes Fest Euer Kirchenkater Knut vom Gurtstein